Wir waren zu zweit vom 30.6. - 7.7. auf See mit einer 39er SO.
Anreise:
Um die Staus zu umgehen sind wir ja schon Freitag früh angereist und haben in Sukosan übernachtet. Das hat auch super geklappt. Nirgends Wartezeiten obwohl wir diverse Maut-Tickets in A und HR an den Kojen gekauft haben. Die Fahrt dann nach Sibenik am Samstag (Küstenstraße) war auch entspannt. An keiner Grenze wurde kontrolliert.
Heimreise:
Um dem Samstag-Verkehr zu entgehen, haben wir am Ende des Törns noch einmal in HR übernachtet und uns einen schönen Samstag mit Küstenstraßenfahrt von Sibenik nach Bibinje gemacht, kroatische Freunde getroffen und in Bibinje übernachtet.
Am Sonntag dachten wir, es kann nicht mehr so schlimm sein. Fahren ja eh alle am Samstag heim.
FALSCH GEDACHT!!
Warum auch immer, war am Sonntag (Abfahrt in der Region Zadar um 10 Uhr) ziemlich starker Verkehr. Beide Fahrstreifen zähflüssig und zwar in BEIDE Fahrtrichtungen. Es kam schon in HR immer wieder zu Abbremsungen fast bis zum Stillstand.
Die erste kroatische Mautstelle bei Zagreb, wo man vorher rechts weg fahren kann und mit Karte zahlen kann, war schon bis zur Einfahrt voll. Wartezeit ca. 15-20 min. Bei der regulären Mautstelle (die mit dem Personal) war es noch ärger. Da die nun den Euro haben, fahren scheinbar viel mehr zu dem Kassenautomaten. Es sind ja keine Gebühren fällig und seine restlichen Kuna will auch niemand mehr anbringen wie früher.
Die zweite Maut vor der Grenze Gornji Macelj war nicht schlimm. Dort war aber auch viel weniger Verkehr.
An der Grenze SLO/HR war zum durchfahren. Weit und breit keiner zu sehen.
Den Bock abgeschossen hat dann aber Slowenien. Dort gibt es kurz vor der Grenze Spielfeld eine Mega-Baustelle. In beide Richtungen geht es auf EINEN Fahrstreifen zusammen. Dadurch standen wir 38min, was sich dann später laut Verkehrsfunk auf mehr als eine Stunde erhöhte. Die Baustelle selbst sieht keinesfalls so aus, als ob die so schnell fertig wird.
Bedenkt: wir sind am Sonntag gefahren.
Wer auch immer demnächst runter fährt (und auch heim) sollte sich auf etwas gefasst machen.
Naja und am Grenzübergang SLO/A halt wieder Kontrollen, warum auch immer

Aber auch hier nur ganz kurze Wartezeit.
Verkehr auf See:
Es war natürlich noch nicht die richtige Hauptsaison muss man berücksichtigen. Aber die ganze Woche war auf See eigentlich sehr wenig los. Selten musste man jemanden ausweichen, obwohl es immer schön war und es nie mehr als 18 Knoten Wind hatte. Traum Segelwetter also.
In den Buchten und Häfen war da schon mehr los. Aber auch dort haben wir immer einen Platz bekommen, obwohl wir immer so gegen 18 Uhr frühestens eingelaufen sind. Was richtig gut tat: Fast keine Italiener. Aber ich weiß von früher dass die meist erst in der 3. Juliwoche über Kroatien herfallen
Preise:
Der Charterpreis ist extrem hoch, aber das werden hier eh alle wissen. Mit dem Stützpunktbesitzer gesprochen ergab es auch einen Sinn. Der Ankauf der Yachten hat sich quasi verdoppelt. Ein 400.000 Euro-Lagoon kostet schon über 800.000 Euro.
Die sonstigen Preise sind erwartungsgemäß gestiegen. Ich hab da so meine Indikatoren wie zB die Fischsuppe oder Calamari fritti.
Diese Indikatoren sagen auch viel über das Lokal aus und beachte ich schon seit 20 Jahren und in den letzten beiden Jahren war schon eine Erhöhung spürbar. Sie haben quasi schon vorgearbeitet, damit es mit dem Euro dann nicht soooo schlimm wird..
Dennoch kann man behaupten dass noch mal alles durchschnittlich um 10-15 % teurer geworden ist. Essen und Liegegebühren. In Marinas fahr ich nie, daher kann ich dazu nix sagen.
Wie immer ein Rätsel für mich ist das veliko Pivo. Der Preis hat sich nicht verändert. Es gibt die halbe Bier um 2,50 Euro und auch um 4,50 Euro. Bei den Bierpreisen war keine Verbindung mit den Essenspreisen herzustellen. In teuren Lokalen (mit Stoffservietten und so) hat das Bier oft 3,5 gekostet, dafür in
normalen Beiseln 4 Euro. In anderen
normalen Beiseln dann 2,80 Euro. Rekord war in Sibenik mit 2,50 Euro.
Resumee:
Ja, es ist teurer geworden.
Das Chartern extrem teuer und das Leben/Liegen unten um ca 10-15%.
Die Autobahn in Slowenien ist der Horror. Wenn ihr diese Baustelle irgendwie vermeiden könnt, dann tut das.
Das zumüllen der Buchten mit Bojenfeldern schreitet leider weiter voran.