Thema soll bitte nicht sein, welche miese Agentur oder Basis das war, sondern was ausgefallen oder gebrochen ist und vor allem WIE man darauf reagiert hat und es repariert hat.
Mein erster Beitrag wäre natürlich das mit den Batterien heuer, welche beinahe in Flammen aufgegangen wären, aber das wurde ja schon hier ausführlich dargestellt.

Meine zweite katastrophale Panne war die defekte, bzw. ausgerissene Ankerwinsch während der Nevera. Aber das hatten wir ja hier auch schon

Um was neues zu posten:
Im Mai 2013 legten wir längsseits an einem betonierten Steg in der Bucht Necujam auf der Insel Solta (HR) zur Übernachtung an. Das Schiff war mit normalen Landleinen und einer Vor- und Achterspring vertäut.
An jenem Tag und in der Nacht herrschte starker Süd- und Südostwind (Jugo). Die Bucht war vor diesem Wind gut geschützt und die Yacht lag sehr ruhig am Steg. Lediglich am Meer vorbeifahrende Schiffe verursachten leichten Schwell. Es handelte sich also um einen sicheren und ruhigen Übernachtungsplatz. Es herrschte trotz starkem Jugo beinah Null Wind, sodass ich sogar in der Plicht übernachten konnte.
In der Nacht erreichte hin und wieder leichter Schwell die Anlegestelle. Gegen 5 Uhr früh kamen wieder leichte Wellen und ich verspürte einen starken Stoß. Als ich aufsprang und nachsah, stellte ich fest, dass die obere Relingleine, vom Bug beginnend bis etwa Schiffsmitte (hier ist die Reling für eine seitliche Ausstiegsöffnung unterbrochen) nicht mehr vorhanden war. Als ich mich über den Schiffsrand beugte, sah ich, dass sich die Reling auf Schiffsmitte gelöst hatte und ins Wasser fiel. Da dies genau am breitesten Punkt der Yacht war und dort auch die meisten Fender montiert waren, fielen auch diese allesamt ins Wasser. Sofort weckte ich die Crew und wir bargen die Reling mit den immer noch darauf befestigten Fendern. An Deck fanden wir den Bolzen, an dem die Reling befestigt war. Bis wir die Reling mit den Fendern oben hatten, war das Schiff an dieser Stelle gänzlich ungeschützt und scheuerte an der grobkörnigen Betonwand auf und ab.
Dadurch wurde die Schiffswand zerkratzt. Wir befestigten die Reling erneut. Den Bolzen sicherte ich mit einem Sicherungssplint, welchen ich aus einem Stück Eisendraht formte. (Auszug aus meiner Versicherungsmeldung)
Es ist mir schon öfters passiert, dass sich dieser verd..... Bolzen löst. Merkwürdigerweise springt er beinahe immer auf Deck und nichts ins Wasser. Aber der Sicherungssplint ist natürlich weg. In dem Fall war die zu stark gespannte Reling schuld. Das "setiliche Türl" musste man immer zu weit zusammendrücken, um die Reling wieder einzuhängen. Na und in jener Nacht, war der Druck zu viel. Das war am 5. Segeltag. Bis dahin hielt der Bolzen einwandfrei. Im Grunde kann keiner wirklich was dafür und die Versicherung hat anstandslos bezahlt.
Abhilfe: Eine dicke Büroklammer kreisförmig wie einen Schlüsselring biegen und als Splint verwenden. Das zu verhindern geht fast nicht. Das kann man nicht vorhersehen, es sei denn, man sieht sich die Splintringe jeden Tag mit einer Lupe genau an.
Und was lustiges:
Bei einer BAV46 (1 Jahr alt) lösten sich immer wieder die Befestigungsmuttern des Salontisches im Schiffsrumpf. Durch leichte Motorvibrationen lösten sich die Billigmuttern (ohne Sicherungsring), drehten sich herunter und bei einer guten Krängung fiel der Tisch quer durch den Salon. Gleiches passsierte bei den Schrauben für die Reling.
Abhilfe: Jeden Tag nachziehen und keine Bavaria mehr chartern

