Ich kann euch nicht sagen ob das alles so lehrbuchmäßig ist, für mich erscheint "meine" Methode jedenfalls als praktikabel und sicher. Ich habe es auch nicht erfunden, sondern den einen oder anderen es abgeschaut und nachgemacht.

Ich fahre je nach Schiff und Freibord mal mit Bug zur Boje, bei größeren Yachten und bei kleiner Crew mit dem Heck zur Boje - gegen den Wind. Die Festmacher sind auf der Bugklampe angeschlagen und das lose Ende entsprechend dem beabsichtigten Manöver beim Heck (natürlich außen geführt!) oder Bug platziert. Die Der Festmacher wird durch den unteren Ring der Boje durchgeführt, dabei mit einen Blick auf das daran befindliche Geschirr und Abschätzen sicher ja/nein. Dann belege ich das lose Ende auf der gleichen Seite (stb/stb oder bb/bb). Ist bei Heck zur Boje die Leine zu Kurz um wieder auf den Bugbeschlag zu gehen, dann behelfsmäßig auf die Mittelklampe. Mit gezielter Motorunterstützung ausdrehen, und dann Festmacher am Bugbeschlag endgültig in der erforderlichen Länge belegen. Die Yacht hängt jetzt am Mooringgeschirr einmal sicher, und da ich die Leine ja zurück aufs Schiff geführt habe, halbieren sich ja auch die aufzunehmenden Kräfte, und sie scheuert nicht am rostigen Ring.
Für Badestops reicht dies alle mal aus, Bei aufziehenden Wetterfronten, bzw schlechten Wetterprognosen bringe ich mit dem Dingi von der gegenüberliegenden Klampe einen 2. Festmacher aus, (eben bb/bb oder stb/stb), damit habe ich defacto einen nicht scheuernden Hahnepot. Bei aufziehenden Wetter die Festmacher entsprechend fieren was möglich ist - Zugwinkel eben. Und auf den letzten Ende noch einen 8-Knoten sicher ist sicher.
Anfangs wurde mir auch geraten damit man ruhiger liegt den Festmacher von stb nach bb zu führen. Das Ergebnis war ein ziemlich aufgescheuerter Festmacher. Der Bug tanzt ja bei jeder Welle hin und her und scheuert so ständig, ich wollte mir die Folgen bei Starkwind gar nicht ausdenken.
So handhabe ich das,
LG
Ludwig