Hausbooturlaub

Forum zum Thema Yachtcharter und Reviere

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kazimir
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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von kazimir » Freitag 9. Juli 2010, 11:05

bachris hat geschrieben: aber wenn ich morgen abend irgendwo in grüner wildnis, meine pflöcke in die erde schlage, das boot festmache, den griller aufstelle und uns was gutes grille, was ich anschließend mit einem guten bier und noch besseren wein
Das mach ich morgen auch alles und am Sonntag gehts dann nochmal zum See :-i .

Wobei so ein Hausbooturlaub würd mich auch mal interessieren, naja ev. wenn ich einmal alt bin :mrgreen: .

Lijep Pozdrav
Kazimir
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IRGENDWANN BLEIB ICH DANN DORT

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bachris
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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von bachris » Samstag 17. Juli 2010, 12:20

kazimir hat geschrieben:Wobei so ein Hausbooturlaub würd mich auch mal interessieren, naja ev. wenn ich einmal alt bin :mrgreen: .
da hast du allerdings in gewisser weise recht. mit unseren knackigen 40 jahren sind wir mit abstand die jüngsten hier. es gibt ausser uns nur pensionisten hier. ;-)

standortmeldung aus dem friesland: wir sind in Heerenveen und es regnet wie aus kübeln. eigentlich regnet es jeden tag, aber sonst immer nur am abend für 15 minuten.
holl2.jpg
aber die gegend ist einfach traumhaft (wir sind die torfroute gefahren) und es ist auf alle fälle einen urlaub hier wert.
holl1.jpg
ja, und wer einen segler bei wind aus jeder richtung so einigermaßen anlegen kann, ist mit so einem hausboot der absolute superstar :mrgreen: :mrgreen:
dachte nicht, dass es so einfach ist ein motorboot mit flybridge anzulegen.

wir haben nun die halbzeit hinter uns und haben wirklich idyllische und traumhafte tage und abende hinter uns.
holl3.jpg
liebe grüße aus den niederlanden (sag niemals holländer zu einem friesen!)
Gruß Christian
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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von Edwin » Samstag 17. Juli 2010, 17:39

Hallo Chris!

Vielen Dank für den Zwischenbericht! :-i

Eine wirklich schöne Gegend da, wie man vor allem gleich am ersten Bild erkennen kann! :mrgreen:

Ich wünsche Euch weiterhin eine schöne Tour (Törn kann man da ja nicht wirklich sagen)!

L.G.

Edwin

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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von bachris » Mittwoch 21. Juli 2010, 19:00

danke, edwin

heute sind wir in oldeboorn. ein ganz kleines dorf, wo es wirklich nur ganz knapp durchgeht. es ist brütend heiss.
oldeb.jpg
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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von karl-otto » Dienstag 27. Juli 2010, 12:06

...schade, dass wir zu spät von hamburg weggekommen sind, dadurch ist sich ein treffen nicht mehr ausgegangen.
sind gestern über die "staande mastroute" in lemmer/ijsselmeer angekommen.

hoffentlich habt ihr 2 schöne wochen in holland gehabt...

ps: guck mal da rein: http://www.vivamare.com, da gibt´s ein nach möglichkeit immer aktuelles logbook und die jeweilige aktuelle position von uns...
aniadaamoi

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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von graisy » Freitag 12. November 2010, 12:42

Hallo Christian.

Bin neu hier im Forum und hab eben deinen Bericht gelesen. ( Ich hoffe ich mach daß richtig hier !!) . Auch ich hab für Juli 2011 ein Hausboot in Holland (Sneek)gechartert. Mach ich auch daß erste mal. Wir sind 10 Personen und haben eine Grand Classic. Hab von der "Torfroute" im Internet gelesen. Da du diese Tour gefahren bist, wäre meine Frage ob ich da deiner Meinung nach mit dem doch relativ großen Schiff überall durchkomme. Bzw. wäre ich für Tipps od. Informationen dankbar. Wie gesagt, bisher habe ich nur Erfahrung mit Salzwasser und ein wenig auf dem Neusiedler See. Unterlagen , Wasserkarte usw. hab ich alles schon daheim, aber wie es da so in der Praxis abgeht, liest man natürlich nicht heraus.

danke, im voraus,

lg. Ernst

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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von bachris » Freitag 12. November 2010, 19:49

Hallo Ernst
:h-wil: in unserer netten runde

zu deiner frage:
soweit ich mich errinnern kann, beträgt die max. durchfahrtshöhe für die torfroute 3,15 meter. wir hatten glaublich 3,05 und es war wirklich verdammt knapp. ich sehe dir noch im törnbericht nach, den ich noch nicht fertig habe. momentan hab ich in nicht in greifbarer nähe.
ich melde mich aber, wenn ichs genau weiß. aber es waren entweder 3,15 oder 3,30 meter. wir mussten uns oftmals auf der flybridge auf den boden setzen und ducken.

die torfroute ist aber auf jeden fall empfehlenswert!!!! :-i
Gruß Christian
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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von bachris » Samstag 13. November 2010, 10:55

Ich hab hier das Resumee von meinem noch nicht veröffentlichten Törnbericht . Torfroute also max. bis 3.3m
Unsere Tipps:

Anreise:
Problemlos. 10 Stunden für 1.000 Kilometer immer geradeaus. Wir hätten es auch locker in weniger als 8 Stunden schaffen können, ohne zu rasen. Allerdings haben wir viele ausgedehnte Pausen und einen Zwischenstopp mit Umweg beim Grillrosthersteller gemacht. Über eine Stunde Stau, wegen Baustelle kam bei uns auch noch dazu. Aber die gesamte Strecke, trotz Reise-Samstag, ist sehr entspannt zu fahren. Kein Wunder, es besteht ja auch zu 98% aus Autobahn.

Niederlande/Holland:
Ja, es ist auf jeden Fall eine 14-Tagestour wert. Wenn man, so wie wir, die Abgeschiedenheit und Einsamkeit für Erholung und Entspannung sucht, ist man hier auf jeden Fall gut aufgehoben. Allerdings erst nach dem 2. oder 3. Mal. Denn es ist wie am Meer: Erst nach einigen Törns, kennt man das Revier und die Geheimplatzerl und kann seine Route ganz individuell planen..
Was uns ganz besonders positiv auffiel: Die Holländer sind durchwegs nett. Jeder grüßt jeden und das schon von aller Weite und kräftig. Du kannst anreden, wen du willst. Du bekommst immer eine nette, ehrliche Antwort. Sie sind hilfsbereit und nett. Nur Kochen können anscheinend die wenigsten, wenn man die Kaufhausauswahl so betrachtet. Alles vorgeschnitten, vorgewürzt und wenn nicht, dann ist zumindest ein Gewürzsackerl mitverpackt. Wer einen ganzen Laib Brot sucht, wird ihn im Supermarkt nur selten finden.
Kulinarisch sind sie wohl ziemliche Wildschweine. Es fettelt extrem aus jedem Lokal. Das kann man schon von weitem riechen. Die Preise sind dafür in den Lokalen übermäßig hoch, was wir uns aber nicht erklären können, da die Einkaufspreise ungefähr bei unseren liegen. Vielleicht liegt es ja an irgendwelchen Steuern für die Gastronomie.

Torfroute:
Eine Empfehlung bis Appelscha. Dann allerdings kommt für Ruhesuchende eine lange Durststrecke, denn man hat ständig eine und oft auch zwei stark befahrene Straßen an den Ufern..
Erst ab dem Nationalpark De Weeribben ist es wieder ein wenig ruhiger. Allerdings fahren hier eine ganze Menge Schiffe. (Standemaastroute?)
Wir empfeheln hier die mittlere Torfroute (Akkrum, Oldeboorn, Terwispel, Donkerbroek, Oosterwolde, Oldeberkoop, Mildam Heerenveen, Akkrum). Man sollte diese Route wählen und wirklich genießend langsam fahren und möglichst oft anhalten. Die große Route über Meppel und Steenwijk ist nicht zu empfehlen!

Geeignet für:
Also wir haben zu 99% nur Pensionisten gesehen. Wir (40J) waren wohl die Jüngsten auf der gesamten Strecke. Aber wir würden es sofort wieder machen. Für Actionsuchende ist es sicher nichts. Für Kinder ist es wohl eher auch nichts. Unsere hätten sich maßlos fadisiert. Denn außer Natur, schöner Landschaft, schöne Bauten usw.. gibt’s hier nichts zu sehen und zu erleben. Man sollte als Ruhesuchender allerdings die Staande Mastroute und die Nieuwe Staande Mastroute vermeiden, was aber gar nicht so einfach ist.
Wir empfehlen daher die niederländische Wasserwelt für Ruhesuchende (wie wir es sind), für Liebespaare und Pensionisten. Der actionsuchende Tourist und der ich-leg-den-Gashebel-auf-den-Tisch-Tourist wird hier bald auf Gegenwehr und Verständnislosigkeit stoßen. Zu Recht!

Schiff:
Wir haben die ideale Yacht gehabt. Aufgrund der Abmessungen (H: 3,15m, L: 9m, B: 3,4m, Tiefgang: 0,8m) kommt man schon fast überall hin. Die Torfroute (€ 15 Eintritt) beispielsweise kann man aufgrund der fixen Brücken bis max. 3,3m Höhe befahren.
Unsere Sheba hatte ausserdem 250l Diesel und 500 l Wasser an Bord. Den Fäkalientank mussten wir auch nie entleeren (Größe unbekannt). Diesel tankten wir zwar einmal sicherheitshalber, aber das wäre auch nicht unbedingt notwendig gewesen. Der Verbrauch lag bei 2,5 – 3 Liter Diesel pro Motorstunde. Dabei hab ich aber auf den erlaubten Strecken den Gashebel auf den Tisch gelegt, was eine Geschwindigkeit von geschätzten 9km/h ergab. Ja, und wer ein Segelboot bei Seitenwind anlegen kann, der ist mit so einem Hausboot (die haben alle ein Bugstrahlruder) der absolute King. So blöd kann man gar nicht sein, dass man damit nicht anlegen kann. Und wenn’s mal ein wenig zu heftig werden sollte, so hat man als Rettungsanker immer noch eine dicke Gummilippe, die rund ums Schiff verläuft und in den meisten Fällen auch die Fender überflüssig machen. Die Tatsache, dass man hier nicht mal einen Führerschein fürs Befahren der Kanäle braucht, kennt man aber auch ganz schnell am Verhalten und Manöver der anderen.
Gechartert haben wir bei „Le Boat“, allerdings gab’s auch einige Mängel, wie z.B. die Sauberkeit des Bootes bei der Übergabe. Wenn man in Friesland fahren möchte, dann auf jeden Fall unter 3,3 Meter Höhe chartern. Als ideal hat sich die Flybridge beim An- und Ablegen entpuppt. Auch sieht man viel weiter in die Landschaft, wenn man stehend eine Höhe von über 4 Meter erreicht.
Hoffe es hilft ein wenig
Gruß Christian
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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von graisy » Montag 15. November 2010, 09:26

Super, danke Christian.

Mit deinen Infos ist mir sehr geholfen. Wir sind alle so um die 50 Jährchen und suchen keine "Action" im Urlaub, die hab ich im Job daß ganze Jahr reichlich. Max. Bootshöhe der Grand Classic ist glaublich 2,85 Meter und 0,8 m Tiefgang, somit müßte ich diese Route fahren können.
Frage noch, kann man da mal zwischendurch baden gehen und hattest du eine Angel dabei?

lg. Ernst

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Re: Hausbooturlaub

Beitrag von bachris » Montag 15. November 2010, 14:00

ich hatte nur eine schleppangel dabei. da waren zu große haken drauf und ich habs auch nur einmal probiert und nichts gefangen :cry: .

aber an den ufern wird kräftig gefischt. also dürfte es schon fischerl geben.
gebadet haben wir schön öfters. ist halt eine extrem braune schlammsuppe, aber das hat uns nicht gestört. hab sogar mit offenen augen ohne probleme tauchen können. für die haut ist der torf sicher nicht so schlecht.

unbedingt griller mitnehmen! wir haben uns extra beim baumarkt einen runden griller um 29 euro gekauft. den hab ich an bord zusammengebaut und die ganzen 14 tage an bord stehen lassen. man sieht ihn auf dem foto mit dem sonnenuntergang weiter oben. man kann ihn bequem runtertragen und an land grillen oder einfach an deck. nimm dir aber einen spanngurt mit, denn der wind haut ihn dir sonst ins wasser.
eine investition, die sich auf ejden fall gelohnt hat. fleisch und fisch ist so wie bei uns preislich angesiedelt.

vielleicht stell ich den törnbericht zum hausboottörn noch auf die homepage bis zu deiner abfahrt. hab nur wenig zeit momentan.
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